Momentan lese ich ein Buch, das den Untertitel trägt: „Warum nicht zusammenwächst, was zusammen gehört.“ Es ist voller Zahlen und Fakten zu den unterschiedlichen Entwicklungen in BRD und DDR. Eigentlich wirklich interessant, aber ich bin kein Zahlenmensch und nutze es im Moment hauptsächlich zum Einschlafen. Klappt leider hervorragend.

Denn das ist natürlich eine wichtige Frage – sind Ost und West noch nicht zusammen gewachsen? Auf jeden Fall stellt die Wende einen großen Wendepunkt im Leben dar. Für diejenigen, die im Osten gelebt haben. Ich werde dieser Frage also nicht mit Zahlen zu Leibe rücken, sondern mit Reisen und Reimen.

Auf jeden Fall haben Maria und ich seit Montag schon eine Menge Glück gehabt – wohnen in einem alten wunderschönen Pfarrhaus, baden im See bei Sonnenaufgang, Mecklenburger Festspielsommer, leichter Rückenwind auf dem Ostseefernweg, liebevoller Empfang in Rostock, guter Wein und gute Gespräche – das ist ein schöner Start in den Osten.

Es ist aber auch ein Abenteuer – durch die Ferienzeit sind viele potentielle Gastgeber nicht da und Freiraum belegt – wir haben wenig Unterkünfte. Danke für jedes Angebot – Scheune, Schiff, Schafstall (Keine Sorge, so schlimm ist es nicht, ich bin nur Alliterationsverliebt).

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Gehört:

Hier haben doch einige noch nicht mitbekommen, dass die Wende war. (Grevesmühlen)

94 haben hier noch alle immer Kaugummi gekaut. Das war einfach noch neu.

Für uns kam die Wende entweder 10 Jahre zu früh oder zu spät. Mitten im Leben mit kleinen Kindern neu anzufangen war schwer.

Ich sag immer, ich lebe auf der Luxus-Platte. Mittendrin in der Stadt und im Leben.

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